Sklave Georg...
...war für genau 21.00 Uhr bestellt. Nun war es bereits 21.06 Uhr. Sechs Minuten waren 60 Hiebe mit dem Rohrstock oder sechs weitere Nadeln durch die Haut gestochen. Mit jeder Sekunde fielen ihr weitere Gemeinheiten ein, die sie ihm für diese Unverschämtheit antun könnte. Es wurde 21.09 Uhr ehe die Türglocke läutete. Sie drückte auf den Türöffner und beobachtete Georg durch den Spion. Er war sichtlich nervös, suchte nach einer offenen Tür oder einer Person, die ihm den Weg weisen würde. Sie ließ ihn schmoren. Nach wenigen Minuten, die ihm allerdings wie eine Ewigkeit vorkamen, öffnete sie die Tür. Er starrte sie an, als habe er einen Geist vor sich. Die erste Ohrfeige traf Georgs Wange. "Habe ich etwas im Gesicht?" "Nein, eh...ich... weiß...äh, da ist nichts, nein." Die zweite Ohrfeige "Das weiß ich selber. Doch warum besitzt du dann die Dreistigkeit mich anzustarren, als stünden Maria, Joseph und der heilige Geist vor dir?" "Ich weiß es nicht." "Was weißt du denn? Weißt du vielleicht, warum du zu spät gekommen bist?" Georg wollte nach kurzem Zögern eine Erklärung stammeln, doch die Lady ließ ihn gar nicht soweit kommen. "Entweder ganze Sätze oder gar keine." blaffte sie ihn an. Dann durfte er endlich an ihr vorbei ins Studio gehen. Sie führte ihn in einen kleinen Raum, der mit seiner Couch und dem gedämpften Licht richtig gemütlich aussah. "Nimm Platz und bedien Dich!" Es war ein freundlicher Befehl. "Ich ziehe mir nun angemessene Kleidung an, während du hier dein Wasser trinkst und auf mich wartest ohne herumzuschnüffeln. Wenn ich dir gleich Bescheid gebe, gehst du duschen und ziehst die Kleidung an, die im Badezimmer für dich bereitliegt." Sie verschwand und Georg versuchte ihr Bild in Gedanken festzuhalten Sie hätte sich gar nicht umziehen müssen. Der schwarze Hosenanzug den sie trug gefiel ihm ausgesprochen gut. Doch wieder und wieder hatte er erfahren müssen, dass sich die Lady von ihm nicht von ihren Plänen abbringen ließ. Hatte sie sich einmal etwas in ihren hübschen Kopf gesetzt, stoppte sie ihr Vorhaben erst bei "Gnade" oder wenn sie mit ihrem Werk zufrieden war und es als vollbracht ansah. Als erstes trank er das Glas aus. Beim vorletzten Treffen hatte sie auch "bedien dich" gesagt und es hatte danach Hiebe gesetzt für seine Undankbarkeit, weil er weder sein Getränk noch die Kekse auf dem Tellerchen angerührt hatte. Daraus hatte er gelernt. Wie immer legte er den Umschlag mit dem Tribut in das kleine Kästchen, welches auf einem Vorsprung stand. Das Vorgespräch führten sie, seit sie sich besser kannten immer vorab am Telefon. Georg wollte von dem Zeitpunkt an, an dem er das Haus betrat, in diese Stimmung eintauchen. Auch dieses Warten gehörte für ihn dazu. Und sie zelebrierte es.
Nach ungefähr einer Viertelstunde öffnete sich die Tür und die Lady stand vor ihm. Sie trug ein schwarzes Lederkostüm und dazu endlos lange, geschnürte Lederstiefel. Alles pechschwarz, wie ihre Haare. Diese hatte sie gekonnt nach hochgesteckt. Sie schnippte mit den Fingern und schon rutschte Georg von der Couch auf die Kniee. Doch er durfte noch nicht. "Nicht so schmutzig wie du bist." Also kroch er an ihr vorbei ins Badezimmer. Dort lag ein schwarzer Latexanzug mit eingearbeiteten Füßlingen und eine leuchtend rote Maske für ihn bereit. Als er sich umdrehte fand er auch das Puder, welches ihm den Einstieg in Glück erleichtern würde. Georg liebte Latex. Es gab nichts schöneres als dieses herrliche Material auf der Haut und den Geruch dabei. Es war so geschmeidig und so anschmiegsam. Sofort spürte er das Kribbeln im Schritt. Lieber schnell duschen, bevor noch etwas passiert, was doch erst in ein paar Stunden passieren sollte. Er zog sich aus und legte alles ordentlich über den stummen Diener der dort stand. Georg wusch sich so schnell es eben ging und trocknete sich sehr gründlich ab. Danach nahm er ein wenig von dem Puder und schlüpfte Stück für Stück in den Anzug. Dann kam der ersehnte Moment. Die Maske. Das Gefühl, wenn der Anzug geschlossen wird und die Maske den Körper endgültig verschließt war in seinen Augen gigantisch. Plötzlich entdeckte er noch einen Gurt, von dem er nicht sicher war, ob er wirklich für ihn bestimmt war. Er sah ein wenig aus wie ein Keuschheitsgürtel. Doch da er diese Dinger nur aus Filmen aus dem Mittelalter kannte, war er sich nicht ganz sicher. Er nahm den Gurt in die Hand und klopfte an die Tür. Diese öffnete sich sofort, als hätte sie die ganze Zeit davor gewartet. Doch als er hinsah, standen dort zwei Männer und nicht seine angebetete Herrscherin. "Das wird sie gar erfreuen." "Du bist ja gar nicht fertig."
Georg traute sich gar nicht nach oben zu sehen. Die Situation war so entwürdigend. Er kniete ganz in Latex gehüllt, mit einem wahnsinns Ständer und diese beiden Typen sprachen mit ihm als wenn es ganz alltäglich war, was da gerade geschah. Für Georg war es aber nicht alltäglich. ""Ich sage ihr eben Bescheid." "Gut, dann passe ich in der Zeit auf ihn auf." Einer der beiden verschwand. Kurz darauf hörte er ihre Absätze. "Danke ihr beiden. Ihr könnt jetzt gehen." Doch die beiden gingen nicht, sie liefen auf ihn zu, ins Bad. Völlig verwirrt sah Georg nun doch hoch. Doch ihre Gesichter waren mit Masken verhüllt. Sie nahmen den stummen Diener und seine Schuhe und wandten sich dann erst um zum gehen. Als Georg protestieren wollte, traf ihn eine Ohrfeige. "Nicht fertig angezogen aber meckern?! Dir werd ich´s zeigen!" Giftig sah sie aus, richtig wütend. "Was meinst du denn, wer deinen Kram hier wegräumt? Oder bist du etwa der Meinung, dass deine Unordnung hier ignoriert oder gar akzeptiert wird?" Die nächste Ohrfeige traf. "Lass den Gurt liegen und folge mir. Aber wage es dabei nicht größer zu werden als notwendig. Du hast dir heute schon zu viele Patzer erlaubt." Sie lief am Klinikum vorbei ins Studio, Georg schaute auf dem Weg ganz interessiert in den Raum. Er war noch nie in einem Klinikum gewesen und hatte sich auch noch nie mit den dort gängigen Behandlungen auseinandergesetzt. Doch neugierig war er schon seit einigen Monaten. Seine Herrin betrachtete ihn und schien seine Gedanken zu lesen zu können, als seien sie auf einer Tafel niedergeschrieben. Doch sie ging nicht drauf ein. "schließ die Tür hinter dir!" Sie setzte sich sah ihm zu wie er die Tür schloss und wieder auf die Kniee ging. In kriechenden Bewegungen kam er auf sie zu. Fragend schaute er sie an. Es war ein unausgesprochenes - darf ich? - Sie nickte und sofort war Georg noch ein Stückchen tiefer. Er bedeckte ihre Stiefelspitzen mit Küssen und wurde immer gieriger. Seine Zunge fuhr über den Schafft, er nahm den Absatz, der ihm hingehalten wurde, in den Mund und sog daran wie ein verdurstender an einem Strohalm, er verlor die Übersicht und ließ sich voll und ganz fallen. Auf einmal schien wieder alles in Ordnung zu sein. Vergessen waren die zwei Maskierten und die Unsicherheit. Er durfte einfach hier, zu ihren Füßen, hocken und diese ablecken und küssen. "Meinst du, dass geht jetzt hier so weiter?" Ein Tritt gegen seine Schulter gab ihm sofort eine Antwort auf die ohnehin rhetorische Frage. "Natürlich nicht, Herrin." Sie stand auf und nahm ein rotes Seil vom Haken. "steh auf. Dreh dich um. Hände auf den Rücken." Die Anweisungen kamen scharf und knapp. Innerhalb von Sekunden waren Georgs Hände auf dem Rücken gefesselt. Sie nahm ein weiteres, wesentlich längeres Seil und band es mehrmals um Georgs Oberkörper und seine Oberarme. "Leg dich auf die Liege, auf den Bauch!" Das war so einfach gesagt, stellte sich aber als großes Problem heraus. Wer schon einmal versucht hat ohne die Hilfe seiner Arme, bzw. noch schlimmer, mit auf den Rücken gebundenen Armen, auf die Arbeitsplatte seiner Küche zu kommen, kann ansatzweise verstehen, vor welchem Problem Georg gerade stand. Abgesehen von den Einschränkung durch die Fesseln, war er so nervös, dass er gar nicht wusste wie er anfangen sollte. "Wenn Du wüsstest wie lächerlich du aussiehst - du würdest dich selber auslachen." Er versuchte ihre Kommentare zu überhören, doch kann ein Sklave so etwas überhaupt? Die Stimme seiner Herrin überhören?! Georg hatte es jedenfalls noch nie geschafft sie, oder ihre, manchmal bissigen, manchmal zuckersüßen Worte zu ignorieren. Es gelang ihm auch dieses Mal nicht. Es dauerte einige Minuten, ehe er endlich auf der Liege war. "Mein Gott, in der Zeit hatte eine fünfköpfige Familie Möglichkeit ihren Sommerurlaub zu planen und zu buchen." Sie nahm ein drittes Seil und fesselte seine Beine. Dann verband sie die Seile so stramm miteinander, dass Georgs Beine auf den Rücken gezogen wurden. Eine Haltung, die von Anfang an sehr unbequem war und von Minute zu Minute unbequemer wurde. Er spürte, dass auf seinem Rücken weiter geschnürt wurde. Dann wurde etwas eingehakt. Als seine Lady einen Schritt zu Seite trat konnte er in den Spiegel sehen. Nun ahnte er, was sie vorhatte. Den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, hing er schon in der Luft. Er schaukelte an der Kette hin und her, so das ihm ganz schlecht wurde. Sie griff nach seiner Schulter und hielt ihn fest. "Nun sprechen wir noch einmal über dein verspätetes Erscheinen." Obwohl Georg ein wenig über ihr hing, musste er sich anstrengen den Kopf so hoch zu halten, dass er ihr in die Augen sehen konnte. Als er es dann versuchte, sah er sofort die Hand auf sich zukommen. -ZACK- Eine Ohrfeige die sich gewaschen hatte. Sofort drehte sich sein ganzer Körper in der Luft. "Hatte ich dir nie deutlich gemacht, wie wichtig mir Pünktlichkeit ist?" -KLATSCH- die nächste Ohrfeige. Dieses Mal auf die andere Wange. Und schon drehte sich Georg in die andere Richtung. Ihm wurde wieder übel, doch diesmal hielt ihn seine Herrin nicht. Seine Arme und Beine krampften und für ein paar Sekunden war Georg den Tränen nahe. Doch dann versuchte er sich zusammenzureißen. Sie hob seinen Kopf um ihm ins Gesicht zu schauen. "Na, ist dir etwas flau?" - "Ich werde Dir erst einmal eine weitere Maske aufsetzen, bevor du mir den ganzen Boden voll kotzt." Er hörte, wie sich ihre Schritte entfernten und direkt wieder näher kamen. "Hältst du ihn bitte fest, damit ich die Maske über seinen Kopf ziehen kann, ohne dass er wegschwingt?!" "Gerne." Georg wurde noch schlechter. Er fühlte sich, als hätte er seinen eigenen Teich getrunken. Er hörte Schritte, andere Absätze als zuvor. Da musste die ganze Zeit eine zweite Frau im Raum gewesen sein. Er hatte keine Tür gehört. Wo war sie bloß gewesen, als er in den Raum kam, er hatte sie nicht gesehen. Er versuchte auszumachen, aus welcher Richtung die Schritte kamen, doch das Schaukeln und drehen nahm ihm jeglichen Orientierungssinn. Und seinen Kopf wollte er nicht heben. Das ist Lady Mercedes. Vielleicht hast du schon mal etwas von ihr gehört. Sie schmunzelte bei diesen Worten, das konnte Georg regelrecht hören. Ihm war ja klar, dass das hier nicht das Studio seiner Herrin war, doch er hatte die Dame des Hauses nie kennen gelernt. Seine Herrin war mit ihr befreundet, soviel wusste er. Mit ihm traf sie sich regelmäßig hier, doch an sich "arbeitete" sie ja gar nicht mehr. Sie hatte nur noch zwei oder drei Verehrer, denen sie sich von Zeit zu Zeit widmete. "Verärgere sie nicht, sie ist nicht so geduldig wie ich." Auf einmal griffen ihn zwei Hände und hielten ihn fest. Zwei weitere stülpten ihm eine Maske mit eingearbeitetem Knebel über. "wenn Du jetzt kotzt, erstickst du dran oder frisst es wieder auf!" Die Frauen lachten. Langsam fühlte sich Georg richtig elend. Die Übelkeit wich dem Gefühl des Ausgeliefert seins. |